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Die SPD Linsengericht

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Linsengerichts SPD-Mitglieder auf Zeitreise im Radio-Museum

 „Ein besonderes Kleinod in unserer Gemeinde“

2019 spd besucht radiomuseum

Keine Frage: „Sancoussi“ gehört zu den schönsten Exponaten im Radio-Museum Linsengericht. Das 1935 erstmals gebaute Rundfunkgerät erinnert durchaus an das vom Preußenkönig Friedrich II eigenhändig entworfene Rokoko-Sommerschloss in Potsdam. Auch für Gudrun Weith, die gemeinsam mit Ehemann Bernd das für Linsengericht und ganz Hessen einzigartiges Museum Ende der 1990er Jahre ins Leben gerufen hatte, gehört „Sancoussi“ zu ihren Lieblingsstücken. Eine Häkelgardine mit diesem Motiv ziert das Flurfenster des Museums. Begeistert zeigten sich auch Mitglieder des SPD-Ortsvereins, die sich bei einem Besuch der Ausstellungsräume in der Alten Schule in Altenhaßlau auf eine besondere Zeitreise in die Geschichte des deutschen Radios begaben.

Bereits beim Betreten des Treppenhauses kommen bei älteren Museums-Besuchern beim Anblick der altvertrauten Rundfunkgeräte aus den 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts spontan Kindheitserinnerungen auf. Und je tiefer man in die Ausstellungsräume einsteigt, desto kurioser und detailverliebter werden die Radioapparate, deren immer weiter verfeinerte Technik jahrzehntelang in einem aus Holz gefertigten Korpus steckten. Historische Mischpulte, Tonbänder und Grammophone – bspw. ein Radio-Grammophon-Schrank von 1928, der Schellackplatten immer noch klangvoll abspielt – ergänzen die Präsentation.

Die kleine Tour durch das Radio-Museum endet schließlich bei den Anfängen des Rundfunks im Jahre 1923. Daran erinnert Bernd Weith gerne bei seinen Führungen durch die Räume und dreht die Zeit zurück zum 29. Oktober 1923. Damals wurden aus dem VOX-Haus in Berlin, Potsdamer Straße 4 die ersten Radio-Funkwellen über die Hauptstadt verbreitet.

Um 20 Uhr – so ist nachzulesen im Info-Flyer des Museums – war folgende Ansage zu hören: „Achtung! Achtung! Hier ist das Vox-Haus auf der Welle 400. Meine Damen und Herren, wir machen Ihnen davon Mitteilung, dass am heutigen Tage der Unterhaltungsrundfunkdienst mit Verbreitung von Musikvorführungen auf drahtlos-telefonischem Wege beginnt. Die Benutzung ist genehmigungspflichtig.“

Die Geschichte des Linsengerichter Radio-Museums, so erzählt das Ehepaar Weith den höchst interessierten SPD-Vertretern, begann nach der Wende Anfang der 1990er Jahre. Berufliche Gründe führten Gudrun und Bernd Weith von Zwickau in die Spessartgemeinde. Im Gepäck hatten sie nicht nur ihren Hausrat, sondern auch eine ganze Anzahl von Radiogeräten – alle aus DDR-Produktionen -, denn das Ehepaar besaß zu DDR-Zeiten ein Elektrogeschäft, „und manche Kunden brachten ihre ausrangierten Geräte in den Laden, wo sie ausgestellt wurden“, erinnert sich Gudrun Weith. In der Alten Schule in Altenhaßlau fanden sie eine neue Heimat und mussten während der Bauzeit des Museums in der Wohnung untergebracht werden.

Mit Unterstützung durch den damaligen Linsengerichter Bürgermeister Theo Ratzka wuchs sich die zunächst private Sammlung zu einem stattlichen Museum aus. Am 5. November 1998 wurde der Verein als „Die Ohrwürmer“ von sieben Mitgliedern gegründet, und bereits am 6. Dezember des gleichen Jahres konnte das Radio-Museum eröffnet werden. Heute zählt der Verein rund 60 Mitglieder. Zu seinen Aufgaben gehören nicht nur das Sammeln und Präsentieren ihrer Exponate, sondern auch das liebevolle Restaurieren in der kleinen Werkstatt, die in die Ausstellungsfläche integriert wurde. Seit 2013. wird die „Radio-Klinik“ regelmäßig aktiv. Bernd Weith: „Wer Hilfe beim Wiederbeleben seines Röhrenradios benötigt, dem stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.“

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans Jürgen Wolfenstätter sprach am Ende des Rundgangs im Namen der gesamten Besuchergruppe von einem „Kleinod in unserer Gemeinde, das für Einheimische wie für Gäste des Linsengerichts ein ganz besonderes Erlebnis darstellt. Wir freuen uns vor allem, dass das Radio-Museum – auch aufgrund von Berichterstattungen in Funk und Fernsehen – regional und überregional auf immer größeres Interesse stößt.“ Wolfenstädter dankte dem Ehepaar Weith für sein ehrenamtliches Engagement, das „zur Attraktivitätssteigerung Linsengerichts ganz erheblich beiträgt“.

Das Radio-Museum Linsengericht ist an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Darüber hinaus werden Sonderführungen für Gruppen, Schulklassen, Vereine u.a. auf Anfrage angeboten. Ein ausführlicher Flyer informiert über die Geschichte des deutschen Radios. Auch im Internet unter www.radio-museum.de finden Interessierte einen ersten Einstieg in den Werdegang der Rundfunkgeräte und die speziellen Angebote des Museums.

Kontakt: Radio-Museum Linsengericht, Florianstr. 6-8 (Alte Schule),63589 Linsengericht-Altenhaßlau; Mail:

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