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Die SPD Linsengericht

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Endspurt der „Linsengerichter Grenzwanderungen“

Spannende Geschichten und Infos aus aller Welt auf dem Weg nach Osten

Vom Spessartwald, seinen Räubern, von Jahresringen bei Bäumen und Fischen bis zu den Kolibris und der Vanille

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Endspurt bei den „Linsengerichter Grenzwanderungen“. Die fünfte und letzte Etappe führte ganz in den Osten der Gemeinde – vom Hufeisen über den Krebsborn, den Lützelgrund entlang, am Niederhof vorbei, die Kniebrech hinauf zur Breitenborner Höhe. Zum geselligen Abschluss traf sich die Wandergruppe, zu der sich unter anderen Bürgermeister Albert Ungermann, Bernd Gerhold, SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeindeparlament und SPD-Gemeindevertreter Bernd Becker gesellt hatten, schließlich in der Altenhaßlauer Gaststätte „Zum Steines“.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans Jürgen Wolfenstädter freute sich bei der Begrüßung der gut gelaunten Wanderer, dass das Interesse an „dieser einmal etwas anderen Wanderstrecke auch zur letzten Etappe wieder erfreulich groß“ war.

Naturparkführer Willi Bechtold, der die gesamte Tour mit ihren einzelnen Streckenabschnitten ausgearbeitet hatte und professionell führte, begann die Wanderung – wie stets – mit unerwarteten Informationen. Mitten im Spessart, am Wegekreuz des Hufeisens, präsentierte er Baumscheiben von heimischen Hölzern mit ihren charakteristischen Jahresringen und erläuterte der erstaunten Runde, dass Tropenhölzer keine Jahresringe vorweisen. „Und wie sieht es bei den Fischen aus?“ fragte Bechtold in die Runde, gab die Antwort dann gleich selbst: „Haie haben Jahresringe in den Flossen, bei Fischen in klimatischen Wechselzonen finden sie sich in den Schuppen.“

Nach diesem ersten Exkurs in fremde Welten startete die Gruppe Richtung Ostgrenze Linsengerichts. Während des rund zweieinhalb-stündigen Marsches erfuhren die Teilnehmer von Willi Bechtold Interessantes über die für Mensch, Tiere und Pflanzen lebenserhaltende Fotosynthese und die Bedeutung des Waldes als CO 2-Verwender zur Herstellung von Hexose und Sauerstoff als Wasserspeicher.

Bechtold führte seine Wandergruppe zudem gedanklich zurück in vergangene Zeiten im Spessartwald. Zu den weit über die regionalen Grenzen hinaus berüchtigten Räubern erläuterte er: „Das waren oft arme Mitmenschen, die nur über Räubereien ihr Leben erhalten konnten.“

Faktoren wie die Pest, Hexenverfolgung und ganz besonders der 30jährige Krieg hätten großen Einfluss auf die historische Entwicklung und sie sozialen Verhältnisse im Spessart gehabt, erinnerte der Naturparkführer an die dunklen Seiten der Spessartgeschichte.

Gedanklich flexibel mussten die Wanderer auch auf dieser letzten Grenzwanderungs-Etappe sein. So zeigte Bechtold ihnen Schriftzeichen und Zahlen des alten Ägyptens ebenso wie die Hinweiszeichen der Spessarträuber. Zum Ende der Wanderung wussten die Teilnehmer außerdem, dass es „Kolibris nur auf dem amerikanischen Kontinent gibt und die Vanille ein Orchideengewächs ist“.

Angefüllt mit diesen spannenden Informationen und Geschichten aus dem Spessart und der Welt genoss die Wandergruppe am Ende das gemütliche Zusammensein in der Gaststätte „Zum Steines“. Wohl im Sinne aller sprach Bernd Gerhold von einer „höchst interessanten und sehr informativen Wandertour“: „Diese vorläufig letzte Tour der Grenzwanderungen hat ebenfalls wieder bewiesen, wie reizvoll und spannend Linsengericht und Umgebung sind. Und das sicher nicht nur für die Linsengerichter Bevölkerung. Das ist ein klares Indiz dafür, dass wir in Punkto Naherholung und Touristik unser bisheriges Engagement noch ausbauen werden.“

Dies versprach auch Hans Jürgen Wolfenstädter, der zum Abschluss der letzten Grenzbegehung Naturparkführer Bechtold für die „tolle fachliche Begleitung“ dankte: „Wir haben noch viele Ideen, wie wir Linsengerichter ebenso wie überregionale Gäste bei Wanderungen für teils unbekannte Ecken begeistern können und laden alle Interessierten zu unseren kommenden Veranstaltungen ein.“

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