SPD hat in Linsengericht viel erreicht

Linsengericht steht vor einer spannenden Wahlperiode 2026–2031. SPD und CDU sind mit 8 Sitzen stärkste Fraktionen auf Augenhöhe. Um eine Mehrheit mit den anderen Fraktionen zu bilden, braucht es zwei Partner. Auch wenn sich die CDU bei der Wahl des Vorsitzenden der Gemeindevertretung durchsetzen konnte, stehen nun interessante Gespräche auf dem Programm. Wobei die Wahl von Timo Geppert durchaus Hoffnung auf ein konstruktives Klima in der Gemeindevertretung macht. Ob damit der von der CDU vermutete Neuanfang verbunden ist, darf angesichts der anerkannt guten Arbeit seines Vorgängers Michael Bollmann allerdings bezweifelt werden. Es wäre schon gut, wenn es weiterhin so gut liefe wie bisher.

Die SPD-Fraktion konnte bereits in der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung Linsengericht mit wichtigen Anträgen punkten. So wurde die Zahl der ehrenamtlichen Beigeordneten auf 10 erhöht, um das Wahlergebnis auch im Gemeindevorstand abzubilden. Durch die Zusammenlegung zweier Ausschüsse wird die Arbeitsfähigkeit der kommunalen Gremien gestärkt. Nun werden Umwelt und Infrastruktur zusammen behandelt, denn Bau, Verkehr und Energieplanung sind eng mit Umwelt, Agrar, Forst und Tourismus verbunden.

Mit der Wahl von Timo Geppert zum Vorsitzenden der Gemeindevertretung wurde zudem ein allseits geschätzter Kollege Nachfolger von Michael Bollmann, der nicht wieder kandidierte. Mit Erhard Hartmann hatte die SPD einen ebenfalls erfahrenen Moderator ins Rennen geschickt. Die Mehrheit aus CDU, BGL, AFD und Krün, die sich für Geppert entschied, dürfte jedoch Seltenheitswert haben. Spätestens bei der Aufstellung des Haushalts wird sich zeigen, wer den Entwurf des neuen Bürgermeisters Markus Betz wirklich mittragen kann.

Für die SPD ist klar, dass die erfolgreiche Politik in Linsengericht einer konsequenten Instandhaltung und – im Bedarfsfall – umfassenden Modernisierung der Infrastruktur fortgesetzt werden soll. Dazu zählen nicht nur die neue Feuerwehr Süd-West und der Anbau an das Rathaus. Auch die Straßensanierungen und der Ausbau des Radwegenetzes müssen weitergehen. Dies erfordert ausreichende Mittel aus Steuern und Abgaben, die im besten Fall aus höheren Gewinnen der Gewerbetreibenden und steigenden Einkommen der Haushalte in Linsengericht kommen. Hier wird sich zeigen, wer diesen Weg mitgehen will und kann.