2020 baugebiete

Neue Bau- und Gewerbegebiete in der Gemeinde

Linsengericht im Aufwind

„Linsengericht wächst mit Maß und Ziel“, sagt Bürgermeister Albert Ungermann mit Blick auf die Entwicklung von Bau- und Gewerbegebieten in der Gemeinde. Weit fortgeschritten seien etwa die Planungen für das Neubaugebiet „Im Weißgrund“ mit 29 Grundstücken. Ursprünglich sollte das Gebiet in zwei Abschnitten bebaut werden, doch wegen behördlicher Vorgaben zum Bau eines Regenrückhaltebeckens wird der zweite Bauabschnitt nun auch kurzfristig zu Bauland, so Ungermann. Die Kosten für Erschließung, Grunderwerb und Rückhaltebecken betragen rd. 2.7 Millionen Euro. Mit dem Verkauf der ersten Grundstücke zum Preis von 150 Euro pro Quadratmeter (nicht erschlossen) sei ab Sommer zu rechnen.

„In der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung kann zudem der Bebauungsplan ,Am Stückweg’  in Altenhaßlau beschlossen werden“, so Ungermann weiter. Auch hier könnten schon im Sommer  erste Baugrundstücke verkauft werden. Die Erschließungsarbeiten für das Gebiet zwischen Eidengesäßer Straße und Festplatz werden auf rund drei Millionen Euro beziffert. 17 Grundstücke für Eigenheime sind vorgesehen, ebenso eine Fläche für Mehrfamilienhäuser. Fünf Millionen Euro würden zudem in den geplanten sechsgruppigen Kindergarten investiert.

Für das neue Gewerbegebiet „Am Weinberg“ bei Lützelhausen rechne man mit baldiger Erteilung des Baurechts, so Ungermann. Dann könne die Firma Breidenbach ihren Neubau in Angriff nehmen. In die Erschließung und den Bau eines Regenrückhaltebeckens fließen rund drei Millionen Euro, so Ungermann. Die bebaubare Fläche solle zukünftig erweitert werden, weil andere Standorte derzeit nicht im Flächennutzungsplan genehmigt würden. „Das dafür erforderliche Verfahren beim Regierungspräsidium in Darmstadt wird wohl erst nach einigen Jahren abgeschlossen sein.“

Eine neue Gewerbeansiedlung entstehe gegenüber dem Biofachbetrieb „Paradieschen“ in Altenhaßlau, berichtet der Bürgermeister weiter. Auf dem Gelände mit der Flurbezeichnung „Vor der Au“ sollen die Einkaufsmärkte von REWE und Aldi sowie weitere Firmen angesiedelt werden. „Für die Gemeinde ist es wichtig, die Nahversorgung für alle Linsengerichter Bürgerinnen und Bürger zu garantieren“, betont Albert Ungermann. Zwischen diesem Gelände und dem darüber liegenden „Jussowschen Tempel“ soll ergänzend eine Wohnbebauung mit etwa 30 Bauplätzen entstehen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass der Jussowsche Tempel der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll“, freut sich Ungermann über das großzügige Angebot des Eigentümers. Die gesamte Baumaßnahme werde von einem Investor umgesetzt, weshalb für die Gemeinde Linsengericht keine Kosten entstünden. Das Baurecht für die Märkte könnte schon im Sommer dieses Jahres vorliegen.

Im Anschluss soll der Bereich der jetzigen Standorte von REWE und Aldi gegenüber der VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen unter anderem mit einem Ärztehaus inklusive Apotheke, kleineren Ladengeschäften, seniorengerechtem Wohnen etc. bebaut werden. „Besonders froh bin ich darüber, dass wir eine sichere Querung für Fußgänger zwischen VR-Bank und den neuen Gebäuden realisieren können“, sagt Bürgermeister Ungermann mit Blick auf diesen großen Schritt in der städtebaulichen Entwicklung. Auch diese Maßnahme liege in der Hand eines Investors, mit dem die Gemeinde eng zusammenarbeite. „Unsere Belange finden auf jeden Fall Berücksichtigung“, ist Ungermann überzeugt. Damit alle Maßnahmen zeitgerecht umgesetzt werden können, seien enorme Anstrengungen erforderlich, sagt Ungermann, der zuversichtlich ist: „Wir können diese große Aufgabe stemmen.“

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